Vitamin B12 Mangel – Das solltest du wissen

Ein Vitamin-B12-Mangel ist in Deutschland weitverbreitet. 10 % der Bevölkerung, also jede zehnte Person, leidet an einem Vitamin-B12-Mangel. Bei Personen ab 65 Jahren leiden sogar 25 %, also jeder Vierte, unter einem Vitamin-B12-Mangel. Wer besonders von einem Mangel an Vitamin B12 betroffen ist und wie ein Mangel behandelt werden kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was ist Vitamin B12?

Vitamin B12 – auch Cobalamin genannt – ist ein wasserlösliches Vitamin, welche in nahezu allen Lebewesen vorkommt. Natürlicherweise kommt Vitamin B12 ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor. Vor diesem Hintergrund leiden insbesondere Vegetarier und Veganer häufig an einem Vitamin-B12-Mangel.

Der menschliche Körper benötigt Vitamin B12 (sowie Folsäure), speziell um rote Blutkörperchen und DNA zu bilden. Zudem spielt Vitamin B12 eine wichtige Rolle bei der Funktion und der Entwicklung von Gehirn- und Nervenzellen sowie der Zellteilung. Im Gegensatz zu anderen Vitaminen wird Vitamin B12 zum Großteil in der Leber gespeichert, bis im Körper ein Bedarf an Vitamin B12 entsteht. Sofern es zu einer unzureichenden Zufuhr von Vitamin B12 oder einer Resorptionsstörung (s.u.) kommt, reichen die körpereigenen Vitamin-B12-Vorräte in der Regel noch 3 bis 5 Monate, bis es zu einem Vitamin-B12-Mangel kommt.

Wie viel Vitamin B12 benötigt der Körper?

Der Schätzwert für eine angemessene Tagesdosis für Vitamin B12 liegt gemäß der Deutschen Gesellschaft für Ernährung derzeit bei…

  • Personen ab 15 Jahren bei 4,0 µg
  • Schwangeren bei 4,5 µg sowie
  • Stillenden bei 5,5 µg.

Wodurch entsteht ein Vitamin-B12-Mangel?

Ein Vitamin-B12-Mangel entsteht in der Regel, wenn dem menschlichen Körper über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend Vitamin B12 über die Nahrung zugeführt wird oder nicht ausreichend Vitamin B12 vom Körper aufgenommen werden kann. Eine nicht ausreichende Zufuhr über die Nahrung entsteht insbesondere durch eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise. Aber auch eine gestörte Aufnahme von Vitamin B12 im Darm (sog. Resorptionsstörung) kann ursächlich für einen Vitamin-B12-Mangel sein. Vornehmlich chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn können dazu führen, dass nicht ausreichend Vitamin B12 über den Darm aufgenommen werden kann. Gleiches gilt übrigens auch bei…

  • Zöliakie,
  • der Einnahme von Medikamenten wie Antazida und Metformin zur Behandlung von Diabetes,
  • einer Teilentfernung des Darms,
  • einem übermäßigen Wachstum von Bakterien in einem Teil des Dünndarms,
  • einem fehlenden Intrinsic-Faktor,
  • AIDS sowie
  • einer Infektion mit einem Fischbandwurm
Vitamin B12 Mangel - Anzeichen, Symptome & Mythen rund um Krankheiten & Lebensmittel mit Cobalamin
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Symptome eines Vitamin-B12-Mangels

Die Symptome eines Vitamin-B12-Mangels sind vielfältig. Im schlimmsten Fall kann ein Mangel an Vitamin B12 zu irreversiblen Nervenschäden führen. Da die Symptome in der Regel nicht spezifisch sind, wird eine Mangel häufig nicht auf Anhieb diagnostiziert. Typische Symptome eines Vitamin-B12-Mangels sind:

  • Blutarmut (Anämie)
  • Verwirrtheit
  • Haarausfall
  • Depressionen
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Müdigkeit
  • Muskelschwäche
  • Entwicklungsstörungen (bei Säuglingen)
  • Kribbeln an den Beinen, Füßen und/oder Händen
  • Gangunsicherheit
  • Sensibilitätsstörungen
  • Lähmungen

Behandlung eines Vitamin-B12-Mangels

Um schwerwiegende Folgen eines Vitamin-B12-Mangels zu verhindern, gilt es einen Vitamin-B12-Mangel zwingend zu behandeln.
Um das körpereigene Vitamin-B12-Depot wieder aufzufüllen, wird die Einnahme von Vitamin-B12-Präparaten empfohlen, um so den Mangel an Vitamin B12 zu beheben. Auch die Einnahme von Vitamin B-Komplex ist zur Vorbeugung einer Unterversorgung geeignet, was insbesondere bei einer vegetarischen oder veganen Ernährungsweise angeraten ist.

Fazit

Ein Vitamin-B12-Mangel ist primär bei Personen ab 65 Jahren, Vegetariern und Veganern sowie bei gewissen Vorerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa) weitverbreitet. Um irreversible Nervenschädigungen zu verhindern, sollte ein Mangel an Vitamin B12 zwingend behoben werden. Sofern Sie aufgrund Ihres Alters oder Ihrer Ernährungsformen zur Risikogruppe gehören, sollten Sie durch die Einnahme von Vitamin-B12-Präparaten vorbeugen, um keinen Vitamin-B12-Mangel zu entwickeln.

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